Datenschutzerklärung
Stand: Mai 2026
Inhaltsverzeichnis
- Verantwortlicher
- Übersicht der Verarbeitungen
- Maßgebliche Rechtsgrundlagen
- Sicherheitsmaßnahmen
- Übermittlung von personenbezogenen Daten
- Bereitstellung des Onlineangebotes und Webhosting
- Kontakt- und Anfrageverwaltung
- Einsatz von Cookies
- Webanalyse, Monitoring und Optimierung
- Rechte der betroffenen Personen
- Begriffsdefinitionen
Verantwortlicher
KMUNGO D.O.O. Kolubarska 40 72000 Doboj Bosnien und Herzegowina / Republika Srpska
E-Mail: info@kmungo.de Website: kmungo.com
Übersicht der Verarbeitungen
Arten der verarbeiteten Daten
- Bestandsdaten (z. B. Namen, Adressen)
- Kontaktdaten (z. B. E-Mail-Adressen, Telefonnummern)
- Inhaltsdaten (z. B. Eingaben in Onlineformularen)
- Nutzungsdaten (z. B. besuchte Webseiten, Interesse an Inhalten)
- Meta-, Kommunikations- und Verfahrensdaten (z. B. IP-Adressen, Zeitangaben)
Kategorien betroffener Personen
- Kommunikationspartner
- Nutzer (z. B. Webseitenbesucher)
- Interessenten
Zwecke der Verarbeitung
- Erbringung vertraglicher Leistungen und Erfüllung vertraglicher Pflichten
- Kontaktanfragen und Kommunikation
- Sicherheitsmaßnahmen
- Reichweitenmessung
- Verwaltung und Beantwortung von Anfragen
- Bereitstellung unseres Onlineangebotes und Nutzerfreundlichkeit
Maßgebliche Rechtsgrundlagen
- Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO) – Die betroffene Person hat ihre Einwilligung in die Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten gegeben.
- Vertragserfüllung und vorvertragliche Anfragen (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO) – Die Verarbeitung ist für die Erfüllung eines Vertrags, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist, oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich.
- Berechtigte Interessen (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO) – Die Verarbeitung ist zur Wahrung der berechtigten Interessen des Verantwortlichen oder eines Dritten notwendig, sofern nicht die Interessen oder Grundrechte der betroffenen Person überwiegen.
Sicherheitsmaßnahmen
Wir treffen nach Maßgabe der gesetzlichen Vorgaben unter Berücksichtigung des Stands der Technik, der Implementierungskosten und der Art, des Umfangs, der Umstände und der Zwecke der Verarbeitung sowie der unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeiten und des Ausmaßes der Bedrohung der Rechte und Freiheiten natürlicher Personen geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten.
Zu den Maßnahmen gehören insbesondere die Sicherung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten durch Kontrolle des physischen und elektronischen Zugangs zu den Daten sowie des sie betreffenden Zugriffs, der Eingabe, der Weitergabe, der Sicherung der Verfügbarkeit und ihrer Trennung. Des Weiteren haben wir Verfahren eingerichtet, die eine Wahrnehmung von Betroffenenrechten, die Löschung von Daten und Reaktionen auf die Gefährdung der Daten gewährleisten. Ferner berücksichtigen wir den Schutz personenbezogener Daten bereits bei der Entwicklung bzw. Auswahl von Hardware, Software sowie Verfahren entsprechend dem Prinzip des Datenschutzes, durch Technikgestaltung und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen.
TLS/SSL-Verschlüsselung (HTTPS): Um die Daten der Nutzer zu schützen, die über unsere Online-Dienste übertragen werden, setzen wir auf TLS/SSL-Verschlüsselung.
Übermittlung von personenbezogenen Daten
Im Rahmen unserer Verarbeitung von personenbezogenen Daten kommt es vor, dass die Daten an andere Stellen, Unternehmen, rechtlich selbstständige Organisationseinheiten oder Personen übermittelt oder offengelegt werden. Zu den Empfängern dieser Daten können z. B. mit IT-Aufgaben beauftragte Dienstleister gehören oder Anbieter von Diensten und Inhalten, die in eine Webseite eingebunden werden. In solchen Fällen beachten wir die gesetzlichen Vorgaben und schließen insbesondere entsprechende Verträge oder Vereinbarungen, die dem Schutz Ihrer Daten dienen, mit den Empfängern Ihrer Daten ab.
Bereitstellung des Onlineangebotes und Webhosting
Wir verarbeiten die Daten der Nutzer, um ihnen unsere Online-Dienste zur Verfügung stellen zu können. Zu diesem Zweck verarbeiten wir die IP-Adresse des Nutzers, die notwendig ist, um die Inhalte und Funktionen unserer Online-Dienste an den Browser oder das Endgerät der Nutzer zu übermitteln.
- Verarbeitete Datenarten: Nutzungsdaten (z. B. besuchte Webseiten); Meta-, Kommunikations- und Verfahrensdaten (z. B. IP-Adressen)
- Betroffene Personen: Nutzer (z. B. Webseitenbesucher)
- Zwecke der Verarbeitung: Bereitstellung unseres Onlineangebotes und Nutzerfreundlichkeit; Sicherheitsmaßnahmen
- Rechtsgrundlagen: Berechtigte Interessen (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO)
Hosting in Deutschland
Unser Hosting-Anbieter verarbeitet Daten ausschließlich auf Servern in Deutschland. Die Daten werden nicht in Drittländer außerhalb der EU übertragen. Das Hosting erfolgt DSGVO-konform auf Grundlage eines Auftragsverarbeitungsvertrags.
Kontakt- und Anfrageverwaltung
Bei der Kontaktaufnahme mit uns (z. B. per Kontaktformular, E-Mail oder Telefon) sowie im Rahmen bestehender Nutzer- und Geschäftsbeziehungen werden die Angaben der anfragenden Personen verarbeitet, soweit dies zur Beantwortung der Kontaktanfragen und etwaiger angefragter Maßnahmen erforderlich ist.
- Verarbeitete Datenarten: Bestandsdaten (z. B. Namen); Kontaktdaten (z. B. E-Mail, Telefon); Inhaltsdaten (z. B. Texteingaben)
- Betroffene Personen: Kommunikationspartner
- Zwecke der Verarbeitung: Kontaktanfragen und Kommunikation; Verwaltung und Beantwortung von Anfragen
- Rechtsgrundlagen: Berechtigte Interessen (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO); Vertragserfüllung und vorvertragliche Anfragen (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO)
Einsatz von Cookies
Cookies sind kleine Textdateien bzw. sonstige Speichervermerke, die Informationen auf Endgeräten speichern und aus ihnen auslesen. Wir setzen Cookies gemäß den gesetzlichen Vorschriften ein. Sofern eine Einwilligung der Nutzer erforderlich ist, werden Cookies nur auf Basis der eingeholten Einwilligung gesetzt.
Diese Website verwendet ausschließlich technisch notwendige Cookies, die für den Betrieb der Website erforderlich sind. Eine Einwilligung ist hierfür nicht erforderlich.
- Verarbeitete Datenarten: Meta-, Kommunikations- und Verfahrensdaten
- Betroffene Personen: Nutzer
- Rechtsgrundlagen: Berechtigte Interessen (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO)
Webanalyse, Monitoring und Optimierung
Die Webanalyse (auch als „Reichweitenmessung" bezeichnet) dient der Auswertung der Besucherströme unseres Onlineangebotes und kann Verhalten, Interessen oder demographische Informationen zu den Besuchern umfassen. Mit Hilfe der Reichweitenanalyse können wir z. B. erkennen, zu welcher Zeit unser Onlineangebot oder dessen Funktionen oder Inhalte am häufigsten genutzt werden.
Sofern wir Webanalyse-Tools einsetzen, wird dies in dieser Datenschutzerklärung gesondert ausgewiesen. Aktuell setzen wir keine externen Webanalyse-Dienste (wie Google Analytics) ein, die personenbezogene Daten an externe Server übermitteln.
Rechte der betroffenen Personen
Ihnen stehen als Betroffene nach der DSGVO verschiedene Rechte zu:
- Widerspruchsrecht (Art. 21 DSGVO): Sie haben das Recht, aus Gründen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten Widerspruch einzulegen.
- Widerrufsrecht (Art. 7 Abs. 3 DSGVO): Sie haben das Recht, erteilte Einwilligungen jederzeit zu widerrufen.
- Auskunftsrecht (Art. 15 DSGVO): Sie haben das Recht, eine Bestätigung darüber zu verlangen, ob betreffende Daten verarbeitet werden, und auf Auskunft über diese Daten.
- Berichtigungsrecht (Art. 16 DSGVO): Sie haben das Recht, die Vervollständigung oder Berichtigung unrichtiger Daten zu verlangen.
- Löschungsrecht (Art. 17 DSGVO): Sie haben das Recht, die Löschung Ihrer Daten zu verlangen, wenn diese nicht mehr für die Zwecke verarbeitet werden, für die sie erhoben wurden.
- Einschränkungsrecht (Art. 18 DSGVO): Sie haben das Recht, die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer Daten zu verlangen.
- Beschwerderecht (Art. 77 DSGVO): Sie haben das Recht, eine Beschwerde bei der zuständigen Aufsichtsbehörde einzureichen.
Zur Geltendmachung Ihrer Rechte wenden Sie sich bitte an: info@kmungo.de
Begriffsdefinitionen
- Personenbezogene Daten: Alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen.
- Verarbeitung: Jeder mit oder ohne Hilfe automatisierter Verfahren ausgeführter Vorgang im Zusammenhang mit personenbezogenen Daten (z. B. Erheben, Speichern, Verwenden, Löschen).
- Verantwortlicher: Die natürliche oder juristische Person, die allein oder gemeinsam mit anderen über die Zwecke und Mittel der Verarbeitung von personenbezogenen Daten entscheidet.
- Auftragsverarbeiter: Eine natürliche oder juristische Person, die personenbezogene Daten im Auftrag des Verantwortlichen verarbeitet.
- Einwilligung: Jede freiwillig für den bestimmten Fall, in informierter Weise und unmissverständlich abgegebene Willensbekundung in Form einer Erklärung oder einer sonstigen eindeutigen bestätigenden Handlung.
- Berechtigte Interessen: Wirtschaftliche oder ideelle Interessen des Verantwortlichen, die das Recht haben, personenbezogene Daten zu verarbeiten, sofern keine überwiegenden Interessen oder Rechte der betroffenen Personen entgegenstehen.
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
KMUNGO D.O.O.
für SaaS-Leistungen, Software-Lizenzen und individuelle Entwicklungsdienstleistungen — ausschließlich gegenüber Unternehmern (B2B) gemäß § 14 BGB.
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen ("AGB") gelten für sämtliche Verträge zwischen der KMUNGO D.O.O., Kolubarska 40, 72000 Doboj, Bosnien-Herzegowina / Republika Srpska, vertreten durch Nenad Nikolić und Andreas Hahn ("Anbieter"), und ihren Kunden ("Kunde") über die Bereitstellung von SaaS-Anwendungen, den Erwerb von Software-Lizenzen (insbesondere WordPress-Plugins) sowie individuelle Softwareentwicklungs- und Beratungsleistungen.
(2) Diese AGB gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern im Sinne des § 14 BGB. Verbraucher im Sinne des § 13 BGB werden nicht als Kunden akzeptiert; der Anbieter behält sich vor, entsprechende Bestellungen abzulehnen.
(3) Entgegenstehende, abweichende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
(4) Diese AGB gelten auch für alle zukünftigen Geschäftsbeziehungen mit dem Kunden, ohne dass es einer erneuten ausdrücklichen Einbeziehung bedarf.
§ 2 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Leistungen auf den Websites des Anbieters (u. a. kmungo.com, solvigo.cloud) stellt kein bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung an den Kunden, ein Angebot abzugeben.
(2) Mit Absenden einer Bestellung, eines Auftrags oder der Registrierung für einen kostenpflichtigen Dienst gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrags ab.
(3) Der Vertrag kommt durch schriftliche Auftragsbestätigung des Anbieters (auch per E-Mail), durch Bereitstellung des Zugangs zur bestellten SaaS-Leistung oder durch Übersendung der lizenzierten Software zustande, je nachdem, welches Ereignis zuerst eintritt.
(4) Individuelle Entwicklungsleistungen werden auf Basis eines gesondert vereinbarten Angebots bzw. Leistungsscheins beauftragt, der Umfang, Vergütung und Termine konkretisiert und Bestandteil des jeweiligen Vertrags wird.
§ 3 Leistungsgegenstand
3.1 SaaS-Leistungen
Der Anbieter stellt dem Kunden webbasierte Softwareanwendungen zur Nutzung über das Internet gegen wiederkehrende Vergütung zur Verfügung ("SaaS"). Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweiligen Produktbeschreibung zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses.
3.2 Software-Lizenzen
Der Anbieter räumt dem Kunden gegen einmalige oder wiederkehrende Vergütung ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an den lizenzierten Softwareprodukten (insbesondere WordPress-Plugins) im Rahmen der jeweiligen Produktbeschreibung ein. Der Umfang etwaiger Aktualisierungen und Support-Leistungen ergibt sich aus dem jeweiligen Lizenzmodell.
3.3 Individuelle Entwicklungsleistungen
Individuelle Programmier-, Anpassungs- und Beratungsleistungen werden auf Grundlage der jeweiligen Leistungsbeschreibung als Werkvertrag oder Dienstvertrag erbracht; maßgeblich ist die im Angebot getroffene Regelung. Enthält das Angebot keine ausdrückliche Einordnung, gelten Leistungen mit klar definiertem Erfolg (z. B. Erstellung einer definierten Funktion) als Werkvertrag, laufende Unterstützungsleistungen (z. B. Wartung nach Aufwand) als Dienstvertrag.
Der Anbieter ist berechtigt, Funktionsumfang und Spezifikation von SaaS- und Lizenzprodukten mit angemessener Ankündigungsfrist weiterzuentwickeln, sofern dadurch der vertraglich vereinbarte Kernfunktionsumfang nicht wesentlich eingeschränkt wird.
§ 4 Preise und Zahlungsbedingungen
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses angegebenen Preise, jeweils zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer, soweit diese anfällt; bei innergemeinschaftlichen B2B-Leistungen kann das Reverse-Charge-Verfahren Anwendung finden.
(2) Je nach Produkt erfolgt die Vergütung als:
- wiederkehrende Zahlung (monatlich oder jährlich im Voraus) für SaaS-Abonnements,
- einmalige Zahlung für Software-Lizenzen bzw. Einmalkäufe,
- Vergütung nach Aufwand, Pauschale oder Meilensteinen für individuelle Entwicklungsleistungen, wie im jeweiligen Angebot festgelegt.
(3) Rechnungen sind, sofern nicht anders vereinbart, innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig.
(4) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe (§ 288 BGB) zu berechnen sowie den Zugang zu SaaS-Leistungen bis zum Ausgleich offener Forderungen zu sperren.
(5) Eine Aufrechnung durch den Kunden ist nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen zulässig. Ein Zurückbehaltungsrecht steht dem Kunden nur wegen Ansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis zu.
§ 5 Laufzeit und Kündigung von SaaS-Verträgen
(1) SaaS-Verträge werden auf die im Bestellprozess gewählte Laufzeit (z. B. monatlich oder jährlich) abgeschlossen und verlängern sich automatisch um denselben Zeitraum, sofern sie nicht mit einer Frist von 30 Tagen zum jeweiligen Laufzeitende gekündigt werden.
(2) Die Kündigung bedarf der Textform (z. B. E-Mail).
(3) Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt, insbesondere bei wiederholtem oder schwerwiegendem Zahlungsverzug des Kunden oder bei vertragswidriger Nutzung der Leistungen.
(4) Mit Beendigung des Vertrags endet der Zugang zur SaaS-Leistung; der Anbieter stellt dem Kunden auf Anfrage innerhalb einer angemessenen Frist eine Exportmöglichkeit für seine Daten zur Verfügung, soweit technisch möglich.
§ 6 Nutzungsrechte, geistiges Eigentum
(1) Alle Rechte an der vom Anbieter bereitgestellten Software, einschließlich Quellcode, Dokumentation und Marken, verbleiben beim Anbieter bzw. den jeweiligen Rechteinhabern.
(2) Der Kunde erhält ausschließlich die in § 3 beschriebenen, einfachen Nutzungsrechte. Eine Weitergabe, Unterlizenzierung, Dekompilierung oder Bearbeitung über das vertraglich eingeräumte Maß hinaus ist nicht gestattet, soweit zwingende gesetzliche Vorschriften (insbesondere § 69d UrhG) nicht etwas anderes bestimmen.
(3) Für individuell im Rahmen eines Werkvertrags entwickelte Software gilt: Die Nutzungsrechte an den spezifisch für den Kunden erstellten Bestandteilen gehen mit vollständiger Bezahlung der vereinbarten Vergütung auf den Kunden über, soweit im jeweiligen Angebot nichts Abweichendes vereinbart ist. Rechte an bereits zuvor bestehenden Komponenten, Frameworks und Basis-Bibliotheken des Anbieters ("Pre-Existing IP") verbleiben beim Anbieter; dem Kunden wird insoweit ein einfaches, nicht ausschließliches Nutzungsrecht im Rahmen des Vertragszwecks eingeräumt.
§ 7 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde ist für die Rechtmäßigkeit der von ihm über die Leistungen des Anbieters verarbeiteten Inhalte und Daten sowie für die Einhaltung anwendbarer gesetzlicher Vorschriften (u. a. Datenschutz, Wettbewerbsrecht) selbst verantwortlich.
(2) Zugangsdaten sind vom Kunden vertraulich zu behandeln und vor dem Zugriff unbefugter Dritter zu schützen. Der Kunde hat den Anbieter unverzüglich über einen Verdacht auf Missbrauch zu informieren.
(3) Der Kunde stellt dem Anbieter für die Erbringung individueller Entwicklungsleistungen die erforderlichen Informationen, Zugänge und Mitwirkungsleistungen rechtzeitig zur Verfügung; Verzögerungen aufgrund fehlender Mitwirkung gehen nicht zu Lasten des Anbieters.
§ 8 Verfügbarkeit von SaaS-Leistungen
(1) Der Anbieter bemüht sich um eine Verfügbarkeit der SaaS-Leistungen von im Jahresmittel 98 %, außerhalb angekündigter Wartungsfenster. Höhere Verfügbarkeitsgarantien (SLA) gelten nur, soweit sie gesondert schriftlich vereinbart wurden.
(2) Wartungsarbeiten werden, soweit möglich, mit angemessenem Vorlauf angekündigt und außerhalb der üblichen Geschäftszeiten durchgeführt.
§ 9 Gewährleistung
(1) Der Anbieter gewährleistet, dass die Leistungen im Zeitpunkt der Bereitstellung im Wesentlichen der vereinbarten Leistungsbeschreibung entsprechen.
(2) Bei Sachmängeln erfolgt die Gewährleistung nach Wahl des Anbieters durch Nachbesserung oder Ersatzlieferung. Schlägt die Nacherfüllung fehl, stehen dem Kunden die gesetzlichen Rechte auf Minderung oder Rücktritt zu.
(3) Die Gewährleistungsfrist für Software-Lizenzen und Werkleistungen beträgt 12 Monate ab Bereitstellung bzw. Abnahme, soweit gesetzlich zulässig verkürzbar. Für SaaS-Leistungen gelten die Regelungen zu Verfügbarkeit und Mängelbeseitigung gemäß § 8 vorrangig.
(4) Für Software Dritter (z. B. eingebundene Plugins, Bibliotheken) haftet der Anbieter nur im Rahmen seiner eigenen Integrationsleistung, nicht für Mängel der Drittsoftware selbst.
§ 10 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie nach Maßgabe des Produkthaftungsgesetzes, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie im Falle der Übernahme einer Garantie.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf, ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
(3) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters für leicht fahrlässige Pflichtverletzungen ausgeschlossen.
(4) Die Haftung für Datenverlust ist auf den typischen Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der bei regelmäßiger und gefahrentsprechender Datensicherung durch den Kunden eingetreten wäre.
(5) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten entsprechend zugunsten der Organe, gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
§ 11 Vertraulichkeit und Datenschutz
(1) Die Vertragsparteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich zu behandeln und nur zur Vertragsdurchführung zu verwenden.
(2) Soweit der Anbieter im Rahmen der Leistungserbringung personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien auf Anforderung des Kunden einen gesonderten Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO ab.
§ 12 Änderung der AGB
Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, sofern dies zur Anpassung an geänderte rechtliche oder technische Rahmenbedingungen erforderlich ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt. Änderungen werden dem Kunden in Textform mit einer Frist von mindestens 30 Tagen vor Inkrafttreten mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die geänderten AGB als angenommen; der Anbieter weist in der Änderungsmitteilung gesondert auf diese Rechtsfolge hin.
§ 13 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Anbieters bzw. ein vom Anbieter zu bestimmender Gerichtsstand in Deutschland.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
Stand: August 2026