Claudette
In jedem inhabergeführten Betrieb mit mehreren Mitarbeitern, Touren oder Schichten entstehen die wichtigsten Informationen außerhalb der Bürozeit — eine Krankmeldung am späten Abend, eine kurzfristige Zusage einer Vertretung, ein Anruf vom Kunden mit einer Sonderfrage, ein Hinweis zu einem Termin am Donnerstag. Drei Mails, drei Zeitpunkte, eine Person, die das am nächsten Morgen alles zusammensetzen müsste — und bis das sortiert vorliegt, ist die Frühschicht oft schon unterwegs.
Mit dem Mail-zu-Briefing-Modul haben wir einen Mechanismus entwickelt, der diese Lücke schließt und die Zusammensetzung an eine KI-Assistentin überträgt. Die Betriebsleitung schickt Notizen einfach per E-Mail an eine eigene Briefing-Adresse — Personalausfall, kurzfristige Terminänderung, Beobachtung aus dem Vortag.
Am frühen Morgen liest die Assistentin die einlaufenden Betriebsdaten zusammen mit den in den letzten Stunden eingegangenen Mails, fasst beides in einem nüchternen Tagesüberblick zusammen und nennt, worauf zu reagieren ist. Was sonst die erste halbe Stunde des Tages kostet, liegt fertig auf dem Tisch.
Technisch arbeitet das Modul unauffällig: Mails an die hauseigene Briefing-Adresse werden mehrfach am Tag per IMAP eingesammelt, in einer eigenen Tabelle vorgehalten, gegen Duplikate abgeglichen und beim nächsten Morgen-Briefing automatisch mit ausgewertet. Nach neunzig Tagen löscht das System die Mails wieder — Aufbewahrung mit Augenmaß, kein digitaler Aktenstapel.

