Dürremonitor
Wer in Deutschland wissen will, wie es um Bodenfeuchte, Pegelstände und amtliche Warnungen vor der eigenen Haustür steht, sucht das normalerweise auf vier verschiedenen Behördenportalen zusammen — jedes mit eigener Optik, eigener Datenlogik und eigenem Vokabular. Mit Dürremonitor Complete haben wir das Plugin gebaut, das hinter dürremonitor.info läuft und diese Datenströme in einer Oberfläche bündelt: Bodenfeuchte vom Helmholtz-Zentrum, Wetterwarnungen vom DWD, amtliche Bevölkerungsschutz-Meldungen aus NINA, Pegelstände der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung. Wer einen Ort eingibt, bekommt eine Lage für genau diesen Ort — nicht eine Tabelle mit allen Bundesländern, durch die er sich klicken muss.
Hinter dieser Oberfläche liegt ein strukturelles Problem, das jede Umweltdaten-Seite hat, die acht externe Behörden-Schnittstellen gleichzeitig anzapft: Jede einzelne Quelle fällt irgendwann aus, jede zweite ändert irgendwann ihre Adresse, und die Warnkarte des Bundes lässt sich aus Sicherheitsgründen gar nicht direkt einbinden. Wir haben Dürremonitor Complete entwickelt, um diese Heterogenität nach innen aufzufangen und nach außen eine einzige, konsistente Oberfläche zu zeigen. Wenn eine API stockt, greift ein definierter Fallback, statt die Seite zu zerlegen; wenn ein Anbieter seine URL ändert, lässt sich das im Admin-Panel ohne Code-Eingriff anpassen; und die amtliche Warnkarte aus NINA, die fremde Webseiten eigentlich blockiert, läuft über einen eigenen Proxy mit fünf Minuten Cache. Was vorher aus drei Plugins und 27 Code-Schnipseln bestand, ist heute eine durchstrukturierte Codebasis mit einem Wartungsmodus per Knopfdruck.






